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Offener Brief

  • von

Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Generalsekretariat GS-EDI
Herrn Bundesrat Berset

Inselgasse 1
CH-3003 Bern

18.7.2022

In meinem offenen Brief an sie, Herr Bundesrat Berset, habe ich am 1.11.2021 festgehalten:

  • Die „Impfung“ wird die Pandemie nicht beenden, weil sie nur beschränkt wirksam ist.
  • Die Studie von Pfizer verletzt alle Regeln einer biomedizinischen Studie grob.
  • Die wissenschaftliche Task Force nimmt nicht zur Kenntnis, wie man absolute von relativer Risikoreduktion unterscheidet. Sie hat die „mRNA Impfung“ deshalb vorbehaltlos empfohlen.
  • Swissmedic empfiehlt die „mRNA Impfung“, obwohl die Technologie unerprobt ist und Langzeit-Studien fehlen. Kein Impfstoff bisher wurde aufgrund einer so kargen Datenbasis zugelassen.

Die „mRNA Impfung“ hat die Pandemie nicht beendet, das muss man heute nicht mehr belegen, das hat unterdessen sogar hartgesottene Impfbefürworter nachdenklich gemacht. Immer mehr zeigt sich ein klares Bild: mehr Impfungen – mehr Covid-Infektionen – mehr Covid-Todesfälle.

Leider nicht nur Covid Todesfälle: Die Daten eines grossen amerikanischen Lebensversicherers (Indiana Life Insurance) belegen eine eklatante Übersterblichkeit von 40% bei 18 bis 65-Jährigen. Höchstens eine verschwindende Minderheit davon sind Covid-Tote, denn diese Altersgruppe hat ein marginales Risiko für eine Covid-Infektion.

Der CEO der deutschen Krankenversicherung BKK ProVita (fast 11 Mio Versicherte), Andreas Schöfbeck, errechnete aufgrund versicherungseigener Daten, dass 2021 in 7 ½ Monaten über 215’000 Versicherte wegen Impfnebenwirkungen ärztlich behandelt oder hospitalisiert werden mussten. Was passiert? Er wird entlassen.

Die „Impfung“ hat kein Problem gelöst aber eine Reihe neuer geschaffen, das belegen alle abrufbaren Datenbanken über Impfnebenwirkungen. Bei EudraVigilance der European Medicines Agency ist die Zahl der Nebenwirkungen im sechsstelligen Bereich, dasselbe bei VAERS, dem Vaccine Adverse Effects Reporting System der USA. Es ist wirklich schwierig nachzuvollziehen, dass sich noch jemand von diesen „mRNA-Impfstoffen“ überzeugen lässt.

Zur Studie von Pfizer: Zur Zeit der Notfallzulassung waren gerade die Daten bekannt, die Pfizer an Pressekonferenzen verlautbarte. Der FDA, Food and Drug Administration der USA (analog Swissmedic), lagen die vollständigen Daten vor, sie wollte diese jedoch nur häppchenweise in den folgenden 50 Jahren, also bis ins Jahr 2076 (!!) herausgeben. Aufgrund eines Gerichtsbeschlusses musste sie bisher rund 10’000 Dokumente offenlegen, weitere folgen in rascher Sequenz. Die Analyse der Pfizer Daten ist erschreckend: Schlampereien in Impfzentren, «verlorene» Daten, Datenmanipulation und Datenbetrug. Die wohl sorgfältigste Analyse der Pfizer Daten findet sich bei Jessica Rose, PhD Biomathematics, Bioinformatics, and Computational Biology: https://jessicar.substack.com.

Die Task Force, die es nicht mehr gibt, hat sich Mitte Februar ungefragt öffentlich zum „Umgang mit Sars Cov-2 in den kommenden 12 Monaten“ verlautbart. Ins gleiche Horn bläst das Grundlagenpapier des Bundes zur mittel- und längerfristigen Entwicklung der Covid-19-Epidemie und zum Wechsel in die «normale Lage». Das Sahnehäubchen liefert wieder einmal die ehemalige Task Force Chefin Tanja Stadler in einem Interview mit SRF mit neuen haarsträubenden Computer-Modellen. Alle sind sich einig: Im «Ernstfall» wieder more of the same: Lockdown, Quarantäne, Kontaktverfolgung, Impfpass, Maskenpflicht, Ausschluss der Ungeimpften aus der Gesellschaft. Die Task Force liebäugelt gar mit einem Impfobligatorium. Als hätten im letzten Jahr nicht hunderte von Studien nachgewiesen, dass alle diese Massnahmen keine nachweisbaren Auswirkungen auf die Pandemie aber ein bisher noch wenig erforschtes Schadenpotential haben. Auch dass mehrfach Geimpfte sogar anfälliger für eine Covid-Infektion sind als Ungeimpfte und das Virus länger streuen. Dass die Mehrzahl der wegen Covid Hospitalisierten doppelt geimpft und oft auch geboostert sind. Der doppelt geimpfte und doppelt geboosterte Impfpapst Antony Fauci ist das personifizierte Paradigma dieses Impfversagens. Inklusive des Versagens der „standard of care“ Behandlung mit Paxlovid, doch das nur nebenbei.

Während zwei Jahren haben sie, Herr BR Berset, mir und allen Schweizern die Verantwortung für unsere Gesundheit ungefragt aus den Händen genommen. Die sonst immer hochgehaltene Eigenverantwortung war plötzlich nicht nur unerwünscht, sondern strafbar. Als Arzt musste ich mitansehen, wie Praxen von Kollegen wie Terrorzellen von bewaffneten Polizeieinheiten gestürmt wurden.

Eine äusserst beunruhigende Wendung hat ihre Covid Politik allerdings mit dem Pandemic Treaty der WHO genommen, dem sie, Herr BR Berset, offensichtlich sehr positiv gegenüberstehen. Ich kann sie sehr gut verstehen: sie wollen kein weiteres Mal für alle Fehlentscheide geradestehen. Auch wenn die Schweiz damit ihre Souveränität ein wichtiges Stück weit aufgibt. Mit allen Mitteln wehren wir uns gegen eine «EU-Diktatur», aber die Gesundheitspolitik sollen wir einer demokratisch nicht legitimierten mehrheitlich privat finanzierten (BMGF, Gavi, Big Pharma) Organisation überlassen? Das wäre eine gewaltige Zäsur. Diese können sie nicht verantworten.

Sehr geehrter Herr Bundesrat Berset, die im Eilverfahren herbeigezauberten und nach wie vor nur provisorisch zugelassenen „mRNA Impfstoffe“ waren in Studien ein „Erfolg“, auf das „Pandemie“-Geschehen hatten sie, wenn überhaupt, einen marginalen oder möglicherweise gar einen negativen Einfluss. So wenig wie die NPIs, Lockdowns, Quarantäne, Distanzwahren, Schulschliessungen, Maskenpflicht, Contact tracing. Als pensioniertem Arzt und wissenschaftlich denkendem Bürger scheint es mit fast unmöglich, an einem Rezept festzuhalten, das krachend versagt hat.

Möglicherweise ziehen sie, Herr BR Berset, im Herbst angesichts der schon jetzt „steigenden Infektionszahlen“ wieder eine Task Force als Beratungsgremium in Betracht. Als engagierter Bürger wünsche ich mir, dass diese nicht wieder eine selbst ernannte und sich selbst konstituierende Truppe von Fachleuten ist, die diese „Task“ unbezahlt (und damit unverbindlich) neben ihrer Berufstätigkeit ausführt. Diese Aufgabe ist viel zu umfassend und zu wichtig, um nebenberuflich verantwortungsvoll erledigt zu werden. In dieser Gruppe müssten mehrheitlich Medizinhistoriker, Epidemiologen, Statistiker und Medizinethiker vertreten sein, die in Fragen von Pandemien einen Leistungsausweis vorzeigen können.

Mit freundlichen Grüssen

Jürg Kuoni, Dr. med., Zollikerstrasse 122, 8008 Zürich

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